Der GAK übernimmt die Tabellenführung – es bleiben noch 10 Runden, was jetzt für den GAK, St. Anna oder auch Fürstenfeld spricht

Der GAK übernimmt nach dem 1:0 Sieg durch ein Tor in der 91. Minute gegen die KSV Amateure die Tabellenführung, einen Punkt vor St. Anna.
Der eine oder andere geht jetzt schon von einem Durchmarsch aus, aber es sind erst zwei Drittel der Meisterschaft gespielt und vor 217 Tagen hatte der GAK die Tabellenführung der aktuellen Landesliga Saison schon ein Mal inne und dann relativ schnell wieder abgegeben.

Kleine Zeitung 12.04.2018:

10 Runden bis zum Meistertitel

Anbei ein Vergleich der restlichen 10 Meisterschaftsrunden von GAK, St. Anna/A. und Fürstenfeld. Man sollte den 3:0 Sieg des GAK gegen St. Anna nicht überbewerten, in der Hinrunde hat der GAK in St. Anna auch gewonnen, Herbstmeister wurden aber die Südoststeirer. Der große Unterschied war die Punkteausbeute in den letzten 10 Runden im Herbst, die nun im Frühjahr anstehen. In diesen hat St. Anna mit 26 Punkten um sage und schreibe 10 Zähler mehr erreicht als der GAK.
Jetzt gehen wir natürlich alle davon aus, dass sich das so eher nicht 1:1 wiederholen wird, aber einfach wird es für den GAK sicher nicht.

Was für den GAK spricht

  • Man hat jetzt bis auf Fürstenfeld alle Teams der oberen Tabellenhälfte zu Hause als Gegner, in der Hinrunde musste man gegen alle auswärts ran. Das ist vor allem bei Voitsberg, Lebring, Bad Radkersburg und auch Bruck ein großer Unterschied, bei Voitsberg gab es in Weinzödl einen Sieg statt wie in der Hinrunde in Voitsberg eine Niederlage.
    Gnas und Mettersdorf sind im Moment so oder so schwere Gegner, Gnas teilweise auswärts sogar stärker, da macht es kaum einen Unterschied ob man zu Hause oder in der Fremde spielt.
  • Der Winter Neuzugang Alexander Rother von Mettersdorf hat sich als Goldgriff herausgestellt, auch in der Partie gegen die KSV Amateure hat er mit seinem Tor für die Entscheidung gesorgt und damit auch für die drei Punkte um die Tabellenführung zu übernehmen. Wenn sein Lauf so anhält wird man deutlich mehr als die 16 Punkte der Hinrunde in den verbleibenden 10 Partien erzielen.
  • Im Frühjahr läuft es bisher, genauso wie es auch im Herbst anfangs gelaufen ist, der Trend, dass dies anhält, ist jetzt aber stärker. Die Stärke des GAK lässt sich auch „nur“ im Verhältnis zu den Gegnern bewerten und da strauchelt St. Anna bisher etwas und Fürstenfeld ein wenig mehr.

Was für St. Anna spricht

  • Kann man nur ansatzweise die 26 Punkte aus den 10 Partien wieder abrufen sollte man die Meisterschaft bis zum Ende zumindest offen halten können.
  • In Summe haben die Gegner restlichen Gegner im Moment eine niedrigere Spielstärkebewertung (ELO Zahl), wobei die ausstehenden Auswärtsderbys in Mettersdorf und Bad Radkersburg sicher Kracher und Herausforderungen für sich werden.
  • Man ist nicht der GAK – damit meine ich die paar Prozent die man beim ersten Spiel/Heimspiel gegen den GAK mehr gibt, einfach weil es was besonders ist. Hört sich übertrieben an? Heiligenkreuz bezeichnet das kommende Heimspiel gegen den GAK als  „wahrscheinlich größtes Pflichtspiel der bisherigen Vereinsgeschichte“. Jeder will die Roten schlagen und eventuell ist die aktuelle Landesliga Saison die einzige Chance dazu.
  • St. Anna ist nicht mehr Tabellenführer, das kann auch ein Vorteil sein, genauso wie jeder den GAK unbedingt ein Bein stellen will, ist es auch was besonderes wenn der Tabellenführer kommt und man legt vielleicht das eine oder andere Prozent mehr rein um zu zeigen, dass man diesen auch schlagen kann, obwohl man um die Meisterschaft nicht mehr mitspielt.

Was für Fürstenfeld spricht

  • Die direkten Duelle mit St. Anna und dem GAK stehen noch aus, man hat also noch die Möglichkeit mit starken Spielen wieder in den Titelkampf voll einzusteigen. Im Moment sieht es nach einer Trendwende nach dem verpatzten Frühjahrsstart aus, eventuell noch genau zum richtigen Zeitpunkt bevor der GAK Ende April zum Kracher nach Fürstenfeld kommt.
  • Im Moment ist der Druck und die Erwartungshaltung in Fürstenfeld was die Meisterschaft betrifft sicher am niedrigsten, man kann frei aufspielen und hat überhaupt nichts mehr zu verlieren.

Die nächsten Runden sind vorentscheidend

Für St. Anna geht es nun gegen Gnas (H), Bruck (H) und  Mettersdorf (A) in drei schwere Partien, in der Hinrunde holte man daraus 7 Punkte, das wäre auch in der jetzigen Situation ein starkes Ergebnis. Wenn man in diesen Partien aber so richtig strauchelt, wird es schwer wenn es dem GAK nicht ähnlich geht.

Für den GAK geht es nach der Partie gegen Heiligenkreuz (die zu Hause eigentlich auch jeden schlagen können) in eine entscheidende Phase, erst kommt Gnas nach Weinzödl und dann muss man nach Fürstenfeld. Schafft man es in diesen Partien weiter voll zu punkten, würde es sehr, sehr gut ausschauen für den GAK.

Für Fürstenfeld geht es in dieser Woche gegen Pöllau und dann zu Hause gegen Heiligenkreuz darum dran zu blieben und dann im direkten Duell gegen den GAK ebenfalls zu punkten. 7 oder 9 Punkte in diesen Partien und man ist wieder im Titelrennen voll mit dabei, dafür darf man aber gegen den GAK zu Hause nicht verlieren.

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