Bundesliga bis Landesliga 2018/19 Stand 23.05.2018

Nachdem der GAK gestern einen großen Schritt Richtung Regionalliga gemacht hat, eine aktualisierte Übersicht der Vereine von der Bundesliga zur Landesliga mit heutigem Stand für die nächste Saison pro Liga.
In der Bundesliga sind zwei Plätze noch nicht fix, Ried könnte bei einem Sieg und einer Niederlage von Wiener Neustadt doch noch den Wiederaufstieg schaffen. Hartberg hofft auf die Klage beim Ständig Neutralen Schiedsgericht, nach aktuellem stand entfällt die Relegation aber und St. Pölten bleibt fix oben.
Die Aufsteiger aus den drei Regionalligen in die Zweite Liga sind bereits fixiert. In der Regionalliga Mitte ergeben sich durch die vier Aufsteiger Lafnitz, Steyr, Austria Klagenfurt und LASK Juniors und dem Absteiger St. Florian in Summe fünf frei Plätze, also knapp ein Drittel der Liga wird ausgetauscht.
Aufgrund der vielen vorhanden steirischer Vertreter in der Regionalliga Mitte, ist nur ein Platz davon für einen steirischen Vertreter vorgesehen, den Landesmeister der mit hoher Wahrscheinlichkeit der GAK sein wird. Der Tabellenführer und Titelfavorit der Oberösterreich Liga Askö Oedt hat Medien gegenüber schon mehrmals bekannt gegeben, nicht in die Regionalliga aufsteigen zu wollen. Der WSC HOGO Hertha auf Platz zwei und SV Zaunergroup Wallern auf Platz drei sind drei Runden vor Saisonende schon so weit abgesichert, dass wenn Oedt wirklich verzichtet sollte, sie schon für die Regionalliga planen könnten.
In der Kärntner Liga gibt es dagegen noch einige Kandidaten für den Aufstieg, dort stehen aber auch noch fünf Runden aus. Im Moment nehmen der VST VÖLKERMARKT und der FC Lendorf die Aufstiegsplätze für die RLM ein.
Mit dem ESV St. Michael und Sportverein Frauental stehen zwei Aufsteiger in die nächste Landesliga bereits fest, in der Oberliga Süd-Ost hat sich die KMII von Lafnitz nun vier Punkte vom Ilzer SV abgesetzt. Es sieht also so aus, als würde auch wenn die Jungfalken absteigen, eine zweite Kampfmannschaft in der nächsten Landesliga spielen.
Das erste Mal seit ich diese Grafik erstelle und update würde der Relegationsplatz für die Landesliga der Oberliga Mitte-West zufallen, weil Rang 14 im Moment Wildon einnimmt. Platz 2 in der Oberliga Mitte hat im Moment der ASK Mochart Köflach inne, der FC Gratkorn und SV Tondach Gleinstätten haben aber ebenfalls noch Chancen auf Platz 2.

Warum der ASKÖ Oedt nicht aufsteigen will

Der ASKÖ Oedt ist drei Runden vor Saisonende Tabellenführer der Oberösterreich Liga und hat das klare Ziel Meister zu werden, möchte aber nicht in die Regionalliga Mitte aufsteigen.

Die Gründe des Sportlichen Leiters von Oedt Stefan Reiter gegenüber loala1

Die Regionalliga ist absolut uninteressant. Die Liga heißt Regionalliga, aber Oberösterreich, Steiermark und Kärnten sind keine Region. Wir könnten hingegen eine ganz tolle Landesliga zusammenstellen.

Für uns macht die Regionalliga so keinen Sinn. Es fehlt der Mehrwert. Wir wissen, was sie kostet und dass das Interesse und die Attraktivität gering sind. Sie ist absolut uninteressant.

Oedt gegen Bad Gleichenberg hat eben nicht den (lokalen) Reiz wie Oedt gegen Vorwärts Steyr.

Aus Sicht von ASKÖ Oedt der unweit des Flughafen Linz beheimatet ist, kann man diese Sicht der Dinge nachvollziehen. Natürlich geht es bei der Regionalliga Mitte bzw. jedem Aufstieg um den sportlichen Anreiz, aber die langfristige Perspektive für den Verein muss auch stimmen. Nach dem Aufstieg von Steyr fällt für die Vereine aus Oberösterreich ein Spiel mit Zuschauerpotential weg, was bleibt dann noch?

Für die steirischen Vereine passt es (noch), vor allem durch den höchstwahrscheinlichen Aufstieg des GAK bleibt die Regionalliga zumindest solange der GAK dort spielt attraktiv. Aber auch für mich ist die Regionalliga nun eine Übergangsliga in die Zweite Liga, eventuell wird das ab jetzt noch stärker so. Durch die Ligareform 2018/19 ist der Weg bei entsprechenden finanziellen Mitteln und Beibehaltung des Amateurstatus in die Zweite Liga nun für viel mehr Vereine machbar.
Die Frage ob die Regionalliga in der heutigen Form sinnvoll ist, stelle ich mir auch öfter, aber was wären bessere Alternative?
Möglich wäre natürlich wieder eine Relegation um den Aufstieg der Landesliga Meister, da wäre aber höchstwahrscheinlich der Unterschied trotz Ligareform zur Zweiten Liga immer noch viel zu groß, auch was die Voraussetzungen und Auflagen für die Lizenz betrifft wäre alles zu unsicher und zu kurzfristig. Zuerst viel investieren und dann in der Relegation scheitern, eher keine gute Alternative.
Einfallen würde mir noch eine Reduzierung der Plätze in der Regionalliga, als Übergangsliga würden ja auch 12 Plätze reichen.
Wahrscheinlich am sinnvollste wäre aber die Anzahl der Regionalligen auf zwei zu reduzieren, ebenfalls mit 16 Mannschaften mit 4 Aufsteiger aus den Landesligen, jeweils einem Aufsteiger in die Zweite Liga und somit drei Absteigern in die jeweiligen Landesligen.
Dann hätte man auch zumindest immer den einen Aufsteiger für die Zweite Liga, nicht so wie jetzt, dass aus der Regionalliga West mit knapper Not, unter der Voraussetzung dass die Profis von Innsbruck aufsteigen, eine Mannschaft von Tabellenplatz 8 (!) in die Zweite Liga aufsteigt.

Was sinnvoll ist werden aber wohl die nächsten Jahre zeigen und schlussendlich müssen die Vereine die aktuell in der Regionalliga spielen Vorschläge bringen, wenn ihnen die aktuelle Umsetzung nicht gefällt bzw. eben auch solche Vereine wie Oedt die sich dem Aufstieg eventuell verweigern. Die steirischen Vertreter werden das eben aufgrund der starken Vertretung in der RLM und solange der GAK dort spielt eher nicht sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*