Oberliga Nord Meister SV Rottenmann: Nach 12 Jahren Pause wieder Landesliga!

Der SV Rottenmann hat am Samstag, dem 11. Mai 2019, mit dem 3:0 Sieg gegen Verfolger Schladming den Meistertitel in der Oberliga Nord und den Aufstieg in die Landesliga frühzeitig als erstes Oberliga Team in dieser Saison fixiert!
Am Ende der Saison 2006/07 musste der SV Rottenmann den schmerzvollen Abstieg in die Oberliga Nord antreten, nun nach 12 Jahren Oberliga Nord ist man zurück und wieder Teil der steirischen Landesliga.

12 Jahre Oberliga Nord – 2012/13 knapp am Aufstieg vorbei und nach der schlechtesten Saison folgte der Meistertitel

Nach dem Abstieg dauerte es einige Jahre bis man dem erklärten Ziel Landesliga Aufstieg wieder sehr nahe war, in der Saison 2012/13 fehlten am Ende nur vier Punkte. Stadtkurier Rottenmann 2013/02:

In den Saisonen 2013/14 bis 2016/17 landete man durchwegs auf den Tabellenrang 3 und 4, das Ziel Aufstieg immer vor Augen. In der letzten Saison 2017/18 dann aber der Absturz, mit Rang 10 am Ende gab es die schlechteste Oberliga Nord Saison seit dem Abstieg aus der Landdesliga. Es folgte einen Umbruch auf der Trainerbank, bevor es in die Meistersaison ging.Stadtkurier Rottenmann 2018/02:
Der früher Meistertitel von Rottenmann ist also umso beachtlich wenn man die Trendwende nach der letzten Saison 2017/18 bedenkt, in der man noch gegen den Abstieg gespielt hat.
In der Saison 2018/19 musste in Runde 3 eine Niederlage gegen die als heiße Titelkandidaten gehandelten Judenburger hinnehmen. Im ersten Drittel der Saison war Schladming die meisten Runden Tabellenführer und auch dem Unterliga Aufsteiger trauten viele einen Durchmarsch in die Landesliga zu.
Die Runden vergingen und während die anderen Titelmitfavoriten immer wieder Punkte liegen ließen, blieb im es im gesamten Herbst für Rottenmann bei der einen Niederlage und einem  Unentschieden und damit holte man sich klar den Herbstmeistertitel.
Jetzt war die Landesliga in Reichweite und so gab es in der Winterpause punktuelle Veränderungen, in der Rückrunde setze man den Erfolgslauf fort und stand fünf Runden vor Saisonende als Meister fest, nachdem man sich im Krone Spiel der Runde gegen Schladming zum Meister kührte:

Vor der Oberliga war man Fixbestandteil der Landesliga

Bevor es nach der Saison 2006/07 den SV Rottenmann in die Oberliga ging, war man viele Jahre unterbrochen Teil der Landesliga. In den letzten 25 Jahren waren es vor dem Abstieg durchgängig 13 Jahre. Nur Kindberg (17), Fürstenfeld (16), Anger (16), Großklein (16), Gnas (14), und Bruck/Mur (13) waren seit 1994/95 öfter bis heute öfter mit in der Landesliga mit dabei.
Ein kleiner Blick zurück auf die letzten 25 Jahre des SV Rottenmann mit den jeweiligen Ergebnissen in der Liga und wer im Jahr Meister wurde:

Saison Liga Platz Meister
2018/19 Oberliga Nord 1 Rottenmann
2017/18 Oberliga Nord 10 St. Michael
2016/17 Oberliga Nord 4 Trofaiach
2015/16 Oberliga Nord 3 Bruck/Mur
2014/15 Oberliga Nord 4 Kindberg
2013/14 Oberliga Nord 4 Zeltweg
2012/13 Oberliga Nord 4 Irdning
2011/12 Oberliga Nord 8 Zeltweg
2010/11 Oberliga Nord 7 Mürzhofen
2009/10 Oberliga Nord 8 Kindberg
2008/09 Oberliga Nord 4 SC Liezen
2007/08 Oberliga Nord 9 Bruck/Mur
2006/07 Landesliga 14 Weiz
2005/06 Landesliga 8 Allerheiligen
2004/05 Landesliga 5 Bad Aussee
2003/04 Landesliga 2 Kalsdorf
2002/03 Landesliga 7 Arnfels
2001/02 Landesliga 8 Sturm Amat.
2000/01 Landesliga 11 Köflach
1999/00 Landesliga 8 KSV Amat.
1998/99 Landesliga 2 Trofaiach
1997/98 Landesliga 4 LUV/Sturm
1996/97 Landesliga 5 Zeltweg
1995/96 Landesliga 6 Gratkorn
1994/95 Landesliga 6 Hartberg

Geschichte und die größten Erfolge des SV Rottenmann
(Quelle: STFV SV Rottenmann)

Der SV Rottenmann wurde im Jahre 1929 vom dem aus Knittelfeld stammenden und an der Hauptschule Rottenmann unterrichtenden Lehrer Eduard Deutschmann gegründet. Der spätere Direktor brachte auch die ersten Dressen, bereits in den Vereinsfarben „schwarz-rot“ gehalten, als Geschenk vom Bruderverein Red Star Knittelfeld mit. Als Gründungsmitglieder standen Obmann Dir. Eduard Deutschmann die Sportidealisten Fritz Ploder, Eduard Krek, Karl Geißler, Franz Wakonig, Franz Goltner, Karl Maier. Fritz Behrend und die Brüder Widi helfend zur Seite. Das erste offizielle Heimspiel wurde im Rahmen eines Sportfestes 1931 gegen Aac Bruck ausgetragen.

Im Februar 1934 wurde der Verein aufgelöst  konstituierte sich aber im Herbst desselben Jahres wieder unter den Namen ASK Rottenmann.Nach Ende des zweiten Weltkrieges wurde der Verein wieder auf den Gründernamen SV Rottenmann umgetauft.

Nach wechselvollen Jahren in der 1.und 2.Klasse schaffte der Verein im Jahre 1960 den Aufstieg in die Unterliga Nord. In der Saison 1971/72 gelang dem SV Rottenmann unter Trainer Hans Präpasser mit dem erstmaligen Aufstieg in die steirische Landesliga die bis dahin beste Leistung  in der Vereinsgeschichte. Bereits im zweiten Jahr nach dem Aufstieg errang die Mannschaft eindrucksvoll den Herbstmeistertitel, nach einem schwachen Frühjahr reichte es schlussendlich zum Vizemeistertitel hinter Deutschlandsberg. Haargenau die gleiche Situation wiederholte  sich in der Saison 1998/99, hier  wurde der SV Rottenmann unter Trainer Ivo Gölz mit acht Punkten Vorsprung Herbstmeister, aber wie schon in den siebziger Jahren verspielte die Mannschaft im Frühjahr den Punktepolster und musste sich so wiederum mit Platz zwei hinter Zeltweg begnügen. Diese beiden Landesligavizemeistertitel sind auch die größten Erfolge in der Vereinsgeschichte des SVR.

In der Saison 1975/76 stieg die Mannschaft wieder in die Unterliga ab, nach sieben Saisonen in dieser Klasse gelang im Jahre 1984/85 mit Trainer Manfred Schweinegger der Wiederaufstieg. Leider musste man im Jahre 1988/89 erneut absteigen, diesmal dauerte es aber nur vier Jahre bis der SV Rottenmann unter der Regie des ehemaligen Sturm Graz Spielers Fredl Wirth 1993 erneut den Sprung in die höchste steirische Spielklasse schaffte. Am Ende der Saison 2006/07 musste der SV Rottenmann den schmerzvollen Abstieg in die Oberliga Nord antreten.

Paltenstadion

Im Jahre 1992 wurde mit einem Freundschaftsspiel gegen Rapid Wien vor 2200 Zuschauer das neue  Paltenstadion eröffnet. Die Sportanlage umfasst auch einen Kunstrasenplatz mit Flutlicht sowie einen Fun-Court. Weiters befindet sich im Sport- und Vereinshaus auch ein Turnsaal.

Nachwuchszentrum Paltental

2005 wurde das Nachwuchsmodell NLZ-Rottenmann gegründet.
Eigentlich dort, wo man für die Ausbildung der Jugend mehr investieren müsste, wird gewöhnlich bei den meisten Vereinen eingespart.

Um diese Entwicklung zu bremsen bzw. einen Impuls in die Gegenrichtung zu setzen, wurde das Nachwuchsmodell NLZ-Rottenmann gegründet.
Dies ist nur in einem zentral gesteuerten und gut koordinierten Nachwuchsmodell möglich, das vor allem 3 Schwerpunkte zu erfüllen hat:

  1. Sozialer Schwerpunkt
    Vernünftige Freizeitbeschäftigung für Kinder und Jugendliche
  2. Sportlicher Schwerpunkt
    Zeitgemäßes Bewegungsangebot soll möglichst viele langfristig an den Sport binden. Weiters soll das Talent der Jugendlichen gefördert werden.
    Hochqualitative Ausbildung ermöglicht Sportlern den Zugang zum Leistungs- und Spitzensport.
  3. Schwerpunkt „Schulische Ausbildung“
    Neben der Freizeitbeschäftigung und der sportlichen Ausbildung sollen auch die schulischen Leistungen nicht ins Hintertreffen kommen. Gegenseitig kann sowohl in der Schule, als auch beim Freizeitsport von der Motivation und dem Konzentrationsvermögen der Schüler profitiert werden.

Das NZ Paltental wird in Form einer Spielgemeinschaft geführt und hat seit der Gründung im Jahr 2005 immer an der Meisterschaft der steirischen Leistungsklassen teilgenommen. In dieser kurzen Zeit wurde zweimal die Qualifikation zur Nachwuchs-Landesliga geschafft und dreimal der Torschützenkönig gestellt.

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