Regionalliga West Reform 2019/20 und warum die RLM anders ist

Auch österreichweit ein Thema ist die in der letzten Woche beschlossene Reform der Regionalliga West für die Saison 2019/20, die kommende Saison 2018/19 ist also das letzte Jahr im bestehenden Format wie auch die Regionalliga Mitte geführt wird. Die Bundesliga muss der Änderung der 3. Spielklasse im Westen (Vorarlberg, Tirol und Salzburg) aber noch zustimmen.

Konkret geht es darum, über den bestehenden Landesligen eine „Eliteliga“ also quasi 1. Landesliga in allen drei Bundesländern einzuziehen. Zwei bis drei Vertreter je Bundesland sollen sich dann im Frühjahr den fixen Aufstiegsplatz in die neue Zweite Liga ausspielen, dieses Play-Off soll die Regionalliga ersetzen. Beschlossen wurde die Reform mit den Stimmen der Tiroler und Vorarlberger Verbände, Salzburg hat dagegen gestimmt und der Salzburger SFV Präsident dürfte kein großer Fan des geplanten Formates sein. Kronen Zeitung 21.06.2018 Salzburg:

Für Vorarlberg eine überfällige Reform

Im Gegensatz zu Salzburg ist der Vorarlberger Verband voll für die Reform und das hat natürlich gute Gründe. Salzburg ist mit sechs Vereinen das am stärksten vertretene Bundesland in der Regionalliga West, für die vier Vorarlberger Vereine ist es zu den Spielen nach Salzburg ähnlich weit wie für die Steirer in der RLM nach Gurten. Da ist gerade im Ländle eine Liga innerhalb des Bundeslandes weit kostengünstiger und aufgrund der Derbys viel attraktiver als die bestehende RLW. Bild: Wikipedia

Dementsprechend auch die Berichte in der Kronen Zeitung Vorarlberg von 21. und 23. Juni 2018 dazu:

Reform in der Regionalliga Mitte kein Thema

Für die RLM ist eine Reform im Moment keine Thema, vor allem für die steirischen Vereine die acht der 16 Vertreter der RLM stellen klarerweise nicht, auch weil jetzt der GAK hinzu kommt. Kronen Zeitung 26.06.2018:

Regionalliga Mitte auf dem Weg zur Eliteliga Steiermark?

Wenn man sich die Regionalliga Mitte Karte ansieht, ist klar warum diese für die steirischen Vereine neben dem Faktor GAK attraktiv ist. Zu den WAC Amateuren und dem VST Völkermarkt ist der Weg ähnlich weit, eigentlich eigentlich für die eisten sogar kürzer, als zum SC Liezen. Die acht steirischen Vertreter liegen näher beieinander als die steirische Landesliga.
Bleiben in der kommenden Saison sechs Auswärtsspiele (fünf mal OÖ und FC Lensdorf) die ein breiter Weg sind, das ist verkraftbar.

Für die anderen Bundesländer Kärnten und Oberösterreich wird die Regionalliga Mitte aber umso mehr Vertreter aus der Steiermark kommen unattraktiver. Im Osten von Kärnten werden sich wohl immer Aufsteiger finden, da man von dort schnell in der Steiermark ist. Beim FC Lendorf bin ich gespannt wie sich das entwickelt, die haben in der nächsten Saison kein Auswärtsspiel in der Nähe.
In Oberösterreich hat man beim Verzicht des Meisters Oedt und Tabellendritten Wallern dieses Jahr schon gemerkt, dass die die Landesliga für OÖ Vereine attraktiver.
Eine Ausnahme bilden hier die zwei Welser Vereine, der WSC Herta möchte auch in der RLM vorne mitspielen, die Zweite Liga im Auge. Der FC Wels folgt in die RLM, auch weil die Derbys gegen WSC  mit bis zu 2.000 Zuschauern die Liga schon attraktiv machen.

Das führt mich zu meiner Einschätzung für die Zukunft der Regionalliga Mitte, diese wird stark von den zwei Welser Vereinen abhängen und ob es in den nächsten Jahren so bleibt, dass kaum steirische Vereine absteigen.
Im Gegensatz zum letzten Jahr gibt es jetzt wieder mehrere Absteiger und das können je nach Absteiger aus der 2. Liga um einiges mehr sein als die letzten Jahre. Wenn die zwei Welser Vereine aber in der RLM bleiben, können die Liga dadurch auch für Vereine aus OÖ wieder attraktiver werden.

Drei Absteiger aus der Zweiten Liga – ist das zu viel?

Aus der Zweite Liga wird es drei Absteiger geben, d.h. in jede der drei Regionalligen 0-3. Aus den Regionalligen wird in Folge die Anzahl der Absteiger ermittelt bis die Liga 16 Vereine enthält, macht 2 – 5 Absteiger aus den Regionalligen.
Zwar nur ein theoretisches Szenario aber wenn all die fünf Absteiger in eine Landesliga gehen, wären das in der Steiermark in Folge 2-7 Absteiger aus der Landesliga. Die Chance dafür ist aber natürlich verschwindend gering, auch wenn die RLM 6/16 Mannschaften in der 2. Liga stellt und die Steiermark 8/16 in der RLM. Realistisch betrachtet wird es 2-4 Absteiger aus der RLM geben, wie viele Steirer werden darunter sein?

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